Schlagwort-Archive: Buch

Reise ins Totenreich

dasbuch1116______Alexander Kaschte, Sänger der Band Samsas Traum hat sich bereits vor einigen Monaten in die Welt der Literatur gewagt. Dieser Schritt zeigt eine ganz neue Facette des sarkastischen Literaturwissenschaftlers, der sich in seinem „Bilderbuch“ Das Buch der toten Kinder einem klaren Tabuthema widmet – Kinderselbstmord.

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Ein moralischer Querschnitt

Tolstoi - Anna KareninaLew Tolstoj zählt neben Dostojewski, Gogol, Puschkin und Tschechow zu den großen russischen Schriftstellern. Mit seinem Romanepos Anna Karenina setzte er in den Jahren 1873-1878 einen Meilenstein der Weltliteratur, der bis heute unglaubliche 14 mal verfilmt wurde, und mit seinen 1200 Seiten auf den ersten Blick relativ abschreckend wirkt. Im Mittelpunkt der Handlung stehen 3 Ehen der russischen Adelsgesellschaft, in denen eben nicht nur gesellschaftliche, sondern auch emotionale Probleme zu bewältigen sind.

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Eine unerwartete Reise

Der Fantasyroman „Der kleine Hobbit“ von J.R.R. Tolkien ist eine Abenteuergeschichte in einer fremden Welt.

Der Hobbit Bilbo Beutlin hätte sich nicht einmal im Traum vorstellen können, dass er eines Tages auf ein gefährliches Abenteuer ziehen würde. Doch der weise Zauberer Gandalf bringt ihn unweigerlich mit den 13 Zwergen, angeführt von Thorin Eichenschild, zusammen und sorgt dafür, dass ihm keine andere Wahl bleibt. Die Reise beginnt, und der unerfahrene und vor allem mürrische Hobbit lernt neben gefährlichen Kreaturen auch spannende Seiten von Mittelerde kennen.

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50 Schatten

Jeder redet derzeit über ein Buch, was dank dem Twighlight Hype (verdammt sei er) weltweit in den Bestsellerlisten zu finden ist: Shades of Grey.
Doch was hat es mit dem Buch auf sich? Die einstige Fanfiction der Endvierziger-Autorin, die unter dem Pseudonym E.L.James derzeit den Buchmarkt dominiert glänzt durch eben dieses Wort – sexuelle Dominanz und Unterwerfung. Wirklich? Noch habe ich das Buch nicht gelesen, aber scheinbar birgt dieser „Porno“roman doch einige merkwürdige Inhalte, die derzeit im Internet mal unter die Lupe genommen werden, zB bei Readingpop.

Zitate wie

And from a very tiny, underused part of my brain – probably located at the base of my medulla oblongata where my subconscious dwells – comes the thought: He’s here to see you

zeugen nicht von Fachwissen.
Auch in der aktuellen Ausgabe der Zeit und in einigen Spiegelonline Artikeln wird das Buch behandelt…

Das Buch wird hochgepriesen und gleichzeitig von vielen Lesern verachtend als „schlecht“ bezeichnet. Mich interessiert was es mit diesem  Hype auf sich hat, und darum werde ich es demnächst auf jeden Fall lesen. Und damit auch einmal ein Mann seine Meinung zu diesem Stückchen „Schundliteratur“ beitragen kann, wird Phil eine Gegenrezension schreiben.

 

 

 

Bald sind endlich Ferien!

In fast jedem Studiengang ist das ja leider so, dass die Klausuren in der letzten Semesterwoche geschrieben werden. Nachdem ich nun schon einige Zeit keine Poe-Rezension mehr mangels Motivationsproblemen und Lern- und Lesefaulheit geschrieben habe (ja, ich wollte absolut einmal nichts lesen), geht es hier nun endlich weiter mit einigen Rezensionen.

Was erwartet den würdigen Leser in den Ferien (12.07.-15.10.)?
Auf jeden Fall mehr Filmlisten (wir haben uns da schon was ausgedacht) und Filmrezensionen sowie eine allwöchentliche Sneak-Preview Rezension über höchst aktuelle Kinofilme die in der Sneak im Marburger Cineplex laufen.

Zudem werden die Ferien und die damit verbundene Freizeit in jedem Fall genutzt um weiter an der Literaturliste und der anstehenden Challenge (man schaue auf den Challenge-Reiter über dem Header) zu arbeiten.

Desweiteren gibt es gegen Ende der Ferien eine Rezension eines Buches, auf welches ich mich ganz besonders freue, und zwar das kooperative Buch „Abgeschnitten“ von Sebastian Fitzek und Sebastian Tsokos. Das Buch erscheint am 26.09.!

Neue Bücher #004

Es war einmal wieder soweit – heute wurden im Foyer des geisteswissenschaftlichen Instituts der Philipps-Universität in Marburg schöne, alte und vor allem gut erhaltene Bücher verkauft.
Jedes Buch gab es zu 50cent das Stück, wer 5 Bücher gekauft hat, musste nur 4 bezahlen. Also habe ich direkt zugeschlagen und einmal wieder ein paar interessante Bücher erstanden, bevor nächste Woche auch in unserer Fachbibliothek wieder ein großer Bücherbasar ist.

08.
Ernst Wiechert – Der Totenwald
In meinem Studium habe ich mich für den Schwerpunkt Literatur nach 1900 entschieden, wo auch die Literatur aus dem Nationalsozialismus nicht zu kurz kommen darf. Ich weiß, dass Thema ist mittlerweile sicherlich jeder absolut leid, dennoch habe ich eine alte Ausgabe von Ernst Wiecherts Totenwald, verfasst 1939, veröffentlicht 1946, auf dem Büchertisch gefunden, die mich direkt angelächelt hat.

09.
William Shakespeare – Der Kaufmann von Venedig
Wahrscheinlich eines der besten Exempel neuzeitlicher Literatur. Das Buch selbst ist eine sehr gut erhaltene Reclamausgabe, schätzungsweise aus den 1940ern (Jahreszahlen stehen ja in älteren Büchern leider selten drin). Das Buch passt im übrigen auch ganz gut zu meiner Literaturgeschichtsvorlesung, in der zufälligerweise noch eine Vorlesung zu Shakespeare folgt.

10.
Aldous Huxley – Nach vielen Sommern
Wie ich mich damals in der Schule mit Huxley’s Schöne Neue Welt, bzw. der englischen Originalvariante Brave New World gequält habe, um meine Abiturklausuren einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Der Autor stand nach der Lektüre meiner Ansicht nach unter einem ganz schlechten Stern. Mit Nach vielen Sommern gebe ich Huxley eine letzte Chance 😉

11.
Daphne du Maurier – Karriere
Mal wieder etwas Literatur nach 1900 – genauer gesagt 1951. Der Name der Autorin war mir schon vorher geläuftig, vor allem durch ihr Buch Rebecca, von welchem eine Freundin von mir immer am schwärmen war. Der Buchrücken verspricht, dass der Roman dramatisch und erregend sei, ich bin gespannt.

12.
Stürmer und Dränger
Nein, dieses Buch, herausgegeben von Gruenberg und Habermann, ist kein Sachbuch im herkömmlichen Sinne. Hier finden sich exemplarisch Texte von einigen Stürmern und Drängern, bspw. Goether, Herder, Schubart oder Lavater. Das Buch an sich steht noch in Fraktur, sprich es wird noch einige Zeit dauern bis ich mir dieses Buch zu Gemüte ziehe.

Hinter geschlossenen Türen

Kurzrezension: Mit der Kurzgeschichte „Die Morde in der Rue Morgue“ schafft Edgar Allan Poe im Jahre 1841 die erste Detektivgeschichte.

C. Auguste Dupin ist ein Mensch mit unglaublich guter Aufnahmefähigkeit, er beobachtet und kombiniert, und kann so mit viel Scharfsinn die eigentümlichsten Kriminalfälle aufdecken.
Unser Protagonist lebt derzeit in Frankfreich und bezieht mit einem neu gewonnenen Freund ein Haus in der Hauptstadt Paris, als er einen Bericht über einen Doppelmord in der Zeitung liest. Der Fall handelt von zwei Frauen, Mme Esplanaye und ihrer Tochter, die beide mit hoher Gewalteinwirkung in ihrer Wohnung im vierten Stock umgebracht wurden. Der Raum war verschlossen, sodass sich nicht erklären lässt, wie der Mörder aus der Wohnung fliehen konnte ohne entdeckt zu werden – denn kurze Zeit später wurde sich bereits von einigen Ohrenzeugen und der Gendarmerie Zugang zum Raum verschafft. Dupin, der sich durch die Zeugenaussagen einen Eindruck vom Geschehen machen konnte, erhascht daraufhin einen Blick auf den Tatort. Durch einzelne Hinweise, die selbst sein Freund nicht im ersten Moment wahrnimmt, kommt er zu dem Fazit, dass kein Mensch diese Greueltat vollbracht haben kann, sondern ein übermächtiges Tier – ein Orang-Utan.

„Die Morde in der Rue Morgue“ stellt die erste richtige Detektivgeschichte der literarischen Neuzeit dar, und gilt als Inspirationsquelle für weitere Kriminalgeschichten wie bspw. die Sherlock Holmes Fälle des Autors Sir Arthur Conan Doyle. Zudem trifft der Leser hier erstmals auf das Prinzip des „Mordes im geschlossenen Raum“, was den Fall in jedem Fall sehr rätselhaft und mysteriös wirken lässt. Auch diese Technik findet sich heute in vielen Detektivgeschichten wieder. Die Aufklärung des Mordes mag dennoch verwirrend sein – denn kein normaler Mensch geht davon aus, dass ein entlaufener Orang-Utan eine solch schreckliche Tat vollbringt. Poe zeigt hier, dass er nicht ausschließlich gruselige Gothic-Geschichten schreibt, sondern auch eine gut kalkulierte Kriminalgeschichte mit einem interessanten Plot präsentieren kann.

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Die Morde in der Rue Morgue (gebunden)