Archiv der Kategorie: Bücher

Ein Leben für die Literatur

Reich-Ranicki-Mein-LebenSelten schaffe ich es, ein Buch binnen weniger Tage durchzulesen, indem ich es wie Luft einatme, darüber reflektiere und auch noch beschließe eine kleine aber feine Rezension darüber zu schreiben. Noch seltener kommt man sicherlich nur dazu, eine Kritik bzw. Rezension über das Werk eines Kritikers zu verfassen, der die Literatur so maßgeblich verändert hat wie der 2013 verstorbene Marcel Reich-Ranicki. Die Jenigen, die glaubten, dass dieser Mann nur kritisieren kann, solle sich seine Autobiographie „Mein Leben“ durchlesen, und selbst feststellen, dass dieser Mann nicht nur lesen und urteilen konnte, sondern auch selbst so famos des Schreibens mächtig war, dass  er seinen Lesern sein schicksalhaftes und vor allem von Glück geprägtes Leben so auftischen kann, wie als wenn man live dabei gewesen wäre. Ein Leben für die Literatur weiterlesen

Advertisements

Wie das Leben so spielt

Murakami-Maenner-CoverDer Meister der „long short story“ – dem Literaturnobelpreis-Anwerter Haruki Murakami- ist nach den Pilgerjahren des farblosen Herrn Tazaki mit seinem Erzählband Von Männern die keine Frauen haben zurück in Deutschlands Buchhandlungen. Doch was kann dieses hochwertig aufgemachte Buch, welches recht zeitnah von Ursula Gräfe übersetzt wurde, und sieben neue Kurzgeschichten enthält? Ein kleiner Einblick:

Wie das Leben so spielt weiterlesen

Veganisieren leicht gemacht

61-yokeDHcL._SY300_Einige Leser wissen ja bereits, dass ich als Vegetarier auch der veganen Küche durchaus nicht abgeneigt bin. Dass veganes Essen auf gar keinen Fall Verzicht bedeutet, beweisen viele Kochbücher, die in den letzten Jahren erschienen sind. Neben einigen Kochzeitschriften habe ich mir mit den Büchern des VEBU-Chefkochs Jérôme Eckmeier zugelegt, von denen ich euch heute das Rock n‘ Roll Veganer Kochbuch vorstellen möchte. Veganisieren leicht gemacht weiterlesen

Buchempfehlung für Kurztext-Begeisterte

4420eaed9cee387cce43538580c666a9Marcel Reich-Ranicki war sicherlich einer der wichtigsten Literaturkritiker des 21. Jhd. – sein Werk umfasst nicht nur hunderte Essays, sondern auch viele Bücher. Mit seiner Kolumne „Fragen Sie Reich-Ranicki“ in der FAZ beantwortete der Literaturkritiker Woche für Woche Fragen rund um die zeitgenössische und vergessene Literatur. Seine Antworten bilden ein facettenreiches Gemisch aus Empörung, Lob und Richtigstellungen, eben so, wie wir den 2013 verstorbenen Reich-Ranicki lieben lernten.

In dem Sammelband „Für alle Fragen offen. Antworten zur Weltliteratur“ wurden einige der kuriosesten und auch interessantesten Kolumnenbeiträge des gebürtigen Polen zusammengefasst. Durch seine kurzen Beiträge, braucht man nicht alles von vorne akribisch zu lesen – ganz egal auf welcher Seite man aufschlägt, es erwarten einen wunderbare Texte, die einem nicht nur wichtige, wenn auch sehr subjektive, Informationen zur Weltliteratur vermitteln, sondern auch einen Hauch Reich-Ranicki wieder ins Hier und Jetzt holt.

Ich hatte selten so viel Spaß beim Lesen als bei diesem kleinen Büchlein!

Für alle Fragen offen: Antworten zur Weltliteratur

Ein Hauch von Depression

81we9JbrdWL._SL1500_Alice Munro erhielt im vergangenen Oktober den Nobelpreis für Literatur. Ein Grund, sich eines ihrer Bücher zu schnappen und einige ihrer Kurzgeschichten zu lesen. Mit dem Buch „Himmel und Hölle“ habe ich versucht einen Einblick in die Munro’sche Erzählweise zu erlangen, und wurde mit einigen wertvollen Kurzgeschichten belohnt, von denen ich im Folgenden einige kurz vorstellen möchte.

Ein Hauch von Depression weiterlesen

„Weißer als das Wasser“ verspätet sich

katte_akAlexander Kaschte, seines Zeichens Kopf von Samsas Traum und Weena Morloch, hat bereits mit seinem Bilderbuch Das Buch der toten Kinder bewiesen, dass er in der Lage ist Prosatexte zu verfassen. In einer Mail gibt Kaschte nun bekannt, dass sein erster Roman “Weißer als das Wasser”, welcher eigentlich am Montag den 31.03.2014 erscheinen sollte, erst Mitte Mai publiziert wird. Nähere Infos gibt es hier

Durch Raum und Zeit

H.G. Wells - Die ZeitmaschineMit seinem Roman Die Zeitmaschine ist der britische Schriftsteller H. G. Wells im Jahre 1895 der Begründer der modernen Science-Fiction.
Mit einem Gerät, dass sich in der 4. Dimension (der Zeit) bewegen kann, schafft es ein namenloser Protagonist – im Roman als „der Zeitreisende“ bezeichnet- in das Jahr 802.701 zu reisen, wo er grausame Dinge erlebt, die sein Weltbild erschüttern lassen. Durch Raum und Zeit weiterlesen