Frankfurter Buchmesse 2012: Tag 4

Nachdem ich am gestrigen Tag leider nicht auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs sein konnte, bin ich natürlich heute am ersten Besuchertag dagewesen…und ich muss ganz klar sagen, dass es bei einem so gewaltigen Menschenauflauf extrem schwer ist an gewissen Veranstaltungen teilzunehmen – heute sah der Tag nämlich eher chaotisch aus. Für mich ist klar geworden, dass ich die Besuchertage im nächsten Jahr einfach nicht mitnehmen werde, einfach, weil solche Tage für mich einfach zu hektisch sind…kommt man einmal zu spät zu einer Veranstaltung muss man sich nämlich leider damit begnügen absolut nichts von den Vorträgen und Interviews aufgrund des hohen Lärmpegels mitbekommen zu können. Was einen erwartet sind zum einen unfreundliche (vorwiegend ältere) Leute, die sich wirklich durch die Menschenmenge schubsen und absolut keinen Respekt gegenüber jüngeren Menschen haben.

Gemeinsam mit meinem ehemaligen Schulkameraden Vincent habe ich mich durch die Hallen der Messe geschlängelt und erst einmal die antiquarischen Bücher in Halle 6 begutachtet. Hier haben einen nicht nur wirkliche Schätze erwartet, sondern auch gewaltige Preise einiger Bücher, die ich so nicht einmal nachvollziehen kann. Andererseits hat es mich allerdings gefreut einige wirklich wertvolle Buchexemplare sehen zu können, welche wirklich ausgesprochen schön und gut erhalten waren. Allerdings sah man dann auch schonmal einige Textdokumente die weit über 1000 Euro gekostet haben…sollte ich einmal reich werden, weiß ich womit ich meine Bibliothek ausstatten werde. Auf dem antiquarischen Flohmarkt im Außenbereich vor dem Messegelände habe ich dann allerdings doch noch ein schönes Buch erstanden, James Joyce’s „Ulysses“, ein Buch, welches ich eigentlich schon immer einmal lesen wollte und welches sich auch auf meiner Literaturliste befindet (auch wenn ich mir ja sagen lassen habe, dass die Lektüre wohl keine leichte Kost ist).

Besonderes optisches Highlight waren sicherlich die ganzen Cosplayer, welche sich nicht nur in den Hallen sondern auch draußen auf dem Messeplatz tummelten. Hier war praktisch alles an japanischen Comiccharakteren vertreten. Einziger Störfaktor waren hier jedoch einige Animefans, die sich nicht davon abhalten lassen haben auf eine sehr kindische Art und Weise auffallen zu wollen. Interessant war allerdings, dass sich viele der Cosplayer anscheinend nicht wegen der Buchmesse an sich auf das Gelände begeben haben, sondern einzig und allein um sich von irgendwelchen Schaulustigen fotografieren zu lassen…das ganze hat meiner Meinung nach aber eher weniger zu einer eigentlichen Fachmesse gepasst.

Am heutigen Tag habe ich mir übrigens auch erstmals die Auslagen der Verlage angeschaut und festgestellt wie viele Reclam Bücher es gibt die ich noch nicht besitze und welche mich eigentlich doch sehr stark interessieren. Auch habe ich mir vorgenommen, mir irgendwann einmal einen Regenbogen des Suhrkamp Verlages zu kaufen.
Ansonsten ist vom heutigen Tag leider nicht viel geblieben, zukünftig werde ich versuchen nur noch an den Fachbesuchertagen auf die Messe zu gehen um so der Menschenmasse ein wenig aus dem Weg zu gehen und um so mehr vom Geschehen mit zu bekommen – aber das kann man sicherlich auch nur als Fachbesucher nachvollziehen.
Insgesamt hat mich die Buchmesse bisher aber wirklich positiv überrascht, denn das Interesse an Literatur ist nach wie vor in unserer Gesellschaft präsent… auch wenn die Unterhaltungsliteratur natürlich auch sehr gefragt war.

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4 Kommentare zu „Frankfurter Buchmesse 2012: Tag 4“

  1. „Interessant war allerdings, dass sich viele der Cosplayer anscheinend nicht wegen der Buchmesse an sich auf das Gelände begeben haben, sondern einzig und allein um sich von irgendwelchen Schaulustigen fotografieren zu lassen…das ganze hat meiner Meinung nach aber eher weniger zu einer eigentlichen Fachmesse gepasst.“
    Bin ich froh, dass ich nicht die Einzige bin, die sich daran stört. Ich fand das schon auf der Leipziger Buchmesse zum Teil dermaßen unbverschämt, dass die Cosplayer zum einen die Gänge mit ihren ausladendenden Kleidern, Flügeln oder Ohren blockieren und sich dann noch beschweren, wenn man ihnen im Gedränge auf die Schleppe tritt. Sie haben ihre Conventions, auf die sie gehen müssen – dann müssen sie nicht eine Fachmesse überrennen, wenn sie sich nicht für das eigentliche Thema der Messe interessieren.

  2. Hi

    Die Cosplayer fand ich nun nicht störend und (ältere Leute) haben mich auch nicht geschubst 😉
    Es stimmt aber – es ist an den Besuchertagen sehr voll und in dem Gedränge passieren vllt Sachen, die sonst unterbleiben würden.

    Nur noch ein Hinweis zu den Cosplayern: Das Gastland Neuseeland hatte extra zur Buchmesse ein Cosplay zum „Herrrn der Ringe“ veranstaltet – es wäre echt schade gewesen, wenn sich dann niemand daran beteiligt hätte. Am Sonntag waren dann die Deutsche Cosplay Meisterschaften 2012 in Frankfurt auf der Buchmesse. Insofern war die Anwesenheit von Cosplayern von den Veranstaltern wohl gewollt. und ein Ausweichen der Player auch nicht möglich 🙂

    LG Kuddelmuddel

    1. Hallo 😉

      Naja, das mit den Hobbits hat ja soweit gar nicht gestört, viel mehr empfand ich die jenigen Cosplayer störend die mit ihren Kostümen ziemlich viel „versperrt“ haben, und mit ihrem ganzen infantilen Rumgekasper einfach irgendwie genervt haben 😉

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