Frankfurter Buchmesse 2012: Tag 1

Der erste offizielle Tag der Frankfurter Buchmesse 2012 ist vorbei, und nun ist es Zeit für ein kleines Tages-Resümee. Da mir heute Morgen vor Reiseantritt meine Spiegelreflexkamera kaputt gegangen ist, und ich sie wohl vorerst nicht wieder repariert bekomme, muss man sich leider mit anderen Pressebildern begnügen, die man auf der Seite der Buchmesse findet.

In Frankfurt angekommen war es erstmal kein großes Problem zum Messegelände zu kommen, mit der U-Bahn fährt man nur eine Station, zu Fuß ist man auch nach 10 Minuten am Ziel. Schon vor dem Gelände gab es einen kleinen Buchflohmarkt – hier neben dem Antiquariat in Halle 6 vorerst die einzige Möglichkeit Bücher zu kaufen (außer man geht zu einer Autogrammstunde eines Autors). Ist aber auch gut so, denn immerhin ist die Frankfurter Buchmesse eine Fachmesse und kein Trödelmarkt. Das Einzige, was am Messegelände wirklich stört sind die langen Wege die man immer wieder hinter sich bringen muss um überhaupt in eine der Messehallen zu kommen…aber der Weg lohnt sich, von Anfang an.

Los ging es mit einem kleinen Rundgang durch die Messe – hier erwartet einen alles, egal ob religiöser Buchverlag oder Kulturfernsehsender, auch die Presse war nicht nur auf den Messegängen sondern auch mit eigenen großen Ständen vertreten. Nichts neues also – aber dennoch interessant. Was natürlich besonders ins Auge stach war das Gastland Neuseeland, und zwar nicht nur durch neuseeländische Vertreter sondern auch durch Deutsche, die sich dazu entschieden haben, sich mit dem Land vom anderen Ende der Welt zu beschäftigen. Bernhard Hoëcker, bekannt nicht nur aus einschlägigen Comedyprogrammen deutscher Privatsender, sondern auch neuerdings aus der zdfneo Reihe „nicht nachmachen!“, hat sich nicht zum ersten Mal in die Welt der Bücher gewagt, denn mit seinem Buch „Am schönsten Arsch der Welt – Bekenntnisse eines Neuseelandreisenden“ legt er nun schon sein fünftes Buch vor. In seinem neusten Werk beschreibt er mit Reiseprofi Tobias Zimmermann seine Reise nach Neuseeland, und den Dingen die er dort zu verrichten hatte, denn ihm wurden einige Aufgaben aufgetragen, die er sich sicher lieber erspart hätte. Einen kurzen Bericht über seine Erlebnisse am anderen Ende der Welt gab es heute Nachmittag auf der ARD Bühne.
Direkt im Folgeprogramm sprach die Autorin Claudia Edelmann im Tagesschau24-Gespräch über ihre ganz besonderen Recherchen in Neuseeland und ihr Buch „Maori – Neuseelands verborgener Schatz“, in dem sie ausgiebig über die Kultur der neuseeländischen Ureinwohner geschrieben hat. Das Buch, welches sogar dreisprachig ist (deutsch, englisch, maori) zeigt nicht nur die schönen Seiten einer beinahe ausgestorbenen Kultur, sondern erinnert auch an das Leid des Volkes, welches von europäischen Einsiedlern stets unterdrückt wurde. Interessant schildert die Autorin, die sich nach 17 Neuseelandreisen erstmals mit den Menschen auseinander gesetzt hat, die man als normaler Tourist eher selten zu Gesicht bekommt.

Als eine der wichtigsten Autoren galt sicherlich die Gewinnerin des diesjährigen Deutschen Buchpreises Ursula Krechel, die sich nicht nur beim ARD sondern auch auf dem blauen Sofa zu Wort meldete. Sie ist wahrscheinlich die Frau der Messe, denn die Presse tummelte sich förmlich um die Bühnen. Verständlich, denn der Gewinnertitel schlägt ein, authentisch, ehrlich und vor allem dramatisierend kritisch.
Aber auch Arnold Schwarzenegger war heute auf der Buchmesse zugegen und stellte seine Autobiographie „Total Recall“ vor.

Morgen geht es weiter mit dem 2. Tagesbericht von der Frankfurter Buchmesse 🙂

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