Eine Reise ans Ende der Welt

Sneakreview zu „Auf der Suche nach einem Freund für das Ende der Welt“
Kinostart: 20.September 2012

Steve Carell ist ein Schauspieler, den man eher in durchstrukturierten Komödien antrifft, in dem Film „Auf der Suche nach einem Freund für das Ende der Welt“ geht es dann nicht ganz so lustig zu. Nachdem er 2007 in „Evan Allmächtig“ als eine Art Reinkarnation Noah’s viele Menschen vor einer sintflutartigen Welle gerettet hat, ist er nun mittendrin im Geschehen als das Ende der Welt seinen Höhepunkt nimmt, denn es sind nur noch 21 Tage, bis ein gewaltiger Asteorid mit der Erde kollidiert und die gesamte Menschheit auslöscht.

Dodge hat es nicht einfach – er hasst seinen Job, ist nach etlichen Versuchen immer noch single, seine Mutter ist verstorben und sein Vater hat ihn vor vielen Jahren verlassen. Er ist mit seinem Leben nicht glücklich, und als fest steht, dass die Erde in drei Wochen dem Untergang geweiht ist, ist er wahrscheinlich der einzige, der diese heikle Situation nicht verdrängt, sondern ernsthaft versucht sie zu verarbeiten. Als der Rest der Erdbevölkerung beginnt die letzten Tage so richtig auszunutzen, lernt Dodge eines Abends seine Nachbarin Penny (Keira Knightley) kennen, welche gerade ihren Freund verlassen hat, weil dieser sich weigert vor der Apokalypse ihre Eltern zu besuchen. Er begleitet sie in ihre Wohnung, und sie übergibt ihm einige Briefe, welche falsch zugestellt wurden – darunter auch ein Brief von Olivia, Dodge’s erste und einzig wahre Liebe, von der er seit einer halben Ewigkeit nichts gehört hat… aus Verzweiflung versucht er sich mit Putzmitteln das Leben zu nehmen. Doch anstatt zu sterben sitzt am nächsten Tag ein kleiner Hund vor ihm, den er nun bei sich aufnimmt. Penny und Dodge schließen sich zusammen um den Turbulenzen in der Stadt zu entfliehen, und nehmen sich sowohl vor Olivia als auch Penny’s Eltern einen Besuch abzustatten.

Anfangs wirkt dieser Film wie eine komödiantische Interpretation von einer Apokalypse wie sie auch Lars von Trier in „Melancholia“ inszeniert hat, doch nach und nach wird klar, dass dieser Film eher ernst und nicht zum lachen ist. „Auf der Suche nach einem Freund für das Ende der Welt“ ist in erster Linie ein gut gemachtes Roadmovie mit einem interessanten Grund die Reise auf sich zu nehmen (denn welches Roadmovie handelt schon vom Ende der Welt?), und gleichzeitig ist von Anfang an klar, dass Dodge keinesfalls in Olivia die Liebe seines Lebens sieht, sondern diese in seiner neu gewonnenen Freundin Penny findet.

Wenn auch gegen Ende etwas zu langatmig, und dem anfänglichen Versuch aus dem Film eine richtige Komödie zu machen, ist es schön vor allem den Hauptdarsteller endlich einmal in einer ernst zu nehmenden Rolle wahrzunehmen. Auch gefällt das eher ungleiche Paar Carell/Knighley zwischen dem sich nach und nach eine wundervolle Liebesgeschichte entwickelt. Natürlich erwarten einen auch viele komödiantische Einlagen, die den Film auch zu einem besonders interessanten und lustigen Film machen, dennoch schwingt immer die Angst um das Ende der Welt und das gemeinsame Ziel vor Augen… wer auf interessante Roadmovies steht, ist hier jedoch bestens bedient.

Der Film läuft in Deutschland am 20.September an.

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2 Kommentare zu „Eine Reise ans Ende der Welt“

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