Eine gelungene Parodie

Sneakreview zu „The Cabin in the Woods“
Kinostart: 06.09.2012.
Manchmal ist man es einfach leid, wenn man sich einen Horrorstreifen ansieht und alle Handlungen des Films einfach schon kennt, denn immerhin folgen die meisten Horror-Slasher dem gleichen ausgelutschten Muster. Genauso ist es auch in dem Film „The Cabin in the Woods“, ganz bewusst darauf ausgelegt jedes, aber auch wirklich JEDES, Klischee zu nutzen, um den Film authentisch zu machen – das allerdings klar als Parodie zu verstehen.

Fünf Studenten wollen ihre Ferien in einer alten Waldhütte abseits jeglicher Zivilisation verbringen. Die fünf Personen? Eine freizügige Blondine, ein Sportler, ein ziemlich zerstreuter Kiffer, ein gut aussehender Intelligenzbolzen und die obligatorische Jungfrau. Sie kommen also nach einigen Turbulenzen an ihrem Ferienort an, ohne zu wissen, dass sie beobachtet werden…nicht etwa von einem psychopathischen Serienmörder oder irgendwelchen gruseligen Gestalten, sondern von den Angestellten einer großen amerikanischen Firma, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat den perfekten Horrorfilm zu inszenieren um eine Prophezeihung zu erfüllen. Es wird darauf gewettet, welche Kreaturen das Mordwerk vollbringen sollen, mit einem ausgeklügelt technischen System beginnt eine irrsinnig komische Vorstellung in der es gilt, alle Studenten (ggf. mit Auslassung der Jungfrau die höchstens als letztes sterben darf) auszulöschen.

„The Cabin in the Woods“ ist kein normaler Horrorfilm, sondern einer, der durch Klischeeverwendung einen unglaublichen Humor an den Tag legt. Zwar scheint der Film anfangs vollkommen ernst gemeint, dennoch wird er unweigerlich zu einer fantastischen Horrorkomödie, nicht zuletzt weil er eine Zusammenfassung sämtlicher Horrorklassiker zu sein scheint. Der Streifen ist ganz klar eine Mischung aus etwa Filmen wie „Severance – Ein blutiger Betriebsausflug“ und „Tucker and Dale vs. Evil“, der ab einem gewissen Zeitpunkt so überspitzt auf das Ende der Welt zurast wie kein zweiter Film. Man trifft hier auf alles: per Knopfdruck angeschaltete Sexualhormone, Falltüren die vom Wind aufgerissen werden, eine Folterkammer, Zombies, Zungenküsse mit einem ausgestopften Wolf – alles vorherbestimmt um ein grausames Spiel mit den Opfern zu spielen.

Die FSK 16 ist zwar gerechtfertigt, denn der Kinobesucher trifft  auch auf einige blutige Szenarios, trotzdem wirken diese eher lustig und übertrieben. Es wird in dem Film ganz klar mit der Angst gespielt, die bei diesem Film auf gar keinen Fall angebracht ist. „The Cabin in the Woods“, übrigens nach dem Drehbuch von Joss Whedon („The Avengers“/ „Buffy“) wurde zwar schon 2009 abgedreht, ist aber meiner Meinung nach das Horrorfilm-Highlight des Jahres. Wer die Gelegenheit hat den Film im Kino zu sehen sollte dies auf jeden Fall tun, auch wenn sich dieser Streifen auch ideal für einen DVD-Abend mit Freunden anbietet. Ein Horrorfilm bei dem mehr gelacht werden darf als bei manch anderem Horrorfilm, auch wenn gegen Ende im wahrsten Sinne des Wortes die Köpfe anfangen zu rollen.

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2 Kommentare zu „Eine gelungene Parodie“

  1. Ich hatte den Trailer gesehen im Kino, mal sehen ob ich mir die lustige Horrorshow ansehe 🙂 danke für deine Filmkritik!

    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir!
    LG aus der Büchernische ♥

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