Eine thanatologische Komödie

Sneakreview zu:“Am Ende eines viel zu kurzen Tages“
Kinostart: 30.August 2012

Donald ist noch keine 18 Jahre alt, als er an Krebs erkrankt und in eine todessehnsüchtige Phase gerät, in der er sich bisher von keinem Psychologen helfen lassen wollte. Er weiß, dass er nicht mehr lange leben wird und erschafft sich mit seinen Zeichnungen eine eigene Welt, in welcher er als Miraculousman gegen das Böse kämpfen muss.
Doch neben seiner Krankheit hat er auch mit anderen Problemen des Teenagerdaseins zu kämpfen.

Nach einem Selbstmordversuch wird er von seinen Eltern zu dem Thanatologen und Kunsttherapeuten Dr. Adrian King gebracht, zu dem Donald auch nach kurzer, wenn auch rebellischer Zeit eine Bindung knüpfen kann.
In der Schule lernt Donald die neue Schülerin Shelly kennen, mit der er sich nach einiger Zeit trifft.
Nur was wäre das Leben schön, wenn es keine Probleme geben würde? Donalds Mutter ist fest davon überzeugt, dass er den Krebs besiegt – er nicht, die ersten Versuche mit Shelly gehen auch in die Brüche und seine gezeichneten Charaktere treten immer mehr in sein reales Leben ein.

Der Inhalt dieses Spielfilms mag auf den ersten Blick bedrückend wirken, das wäre aber viel zu langweilig…denn dieser Film ist nicht nur traurig und etwas dramatisch, sondern ist gleichzeitig eine waschechte britische Komödie in welcher nicht nur Donalds Krankheit sondern auch sein ganz normales Dasein als Schüler und Freund gezeigt wird, schlagfertiger Humor hat hier den höchsten Stellenwert.
Besonders die Zeichentrickeinlagen die Donalds Inneres beziehungsweise seine Fantasiewelt demonstrieren und auch aufzeigen wie gewaltig seine Kunst ist und wie gefährlich er selbst seine Krankheit und das Leben mit ihr empfindet, sind etwas, was man sonst nicht in solchen Filmen erwartet.

Wenn man manch einen aktuellen Kinofilm betrachtet ist „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ in jedem Fall ein deutlich sehenswerterer und vor allem anspruchsvollerer Film, den man auch ruhig mit seinen Eltern ansehen kann (vielleicht verstehen sie die Jugendlichen von heute dann auch ein wenig besser). Neben tiefsinnigen Selbstmordgedanken und der Krankheitsverarbeitung, fantastischen Zeichnungen, lustigen T-Shirtdrucken und einem ansprechenden Soundtrack erwartet den Zuschauer nicht nur eine wirklich romantische Liebesgeschichte sondern auch eine wundervolle Freundschaft, die man anfangs vielleicht nicht für möglich gehalten hätte.
Der Film zeigt auf, dass man mit einer tödlich ausgehenden Krankheit genauso ein halbwegs normales Leben führen kann wie andere Jugendliche und, dass das Leben doch immer irgendwie weiter geht – egal wie manch eine Geschichte endet.

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