Zurück in die Hölle der Engel

Mit „Der Todeskünstler“ setzt Cody McFadyen die Geschichte um die FBI Agentin Smoky Barrett fort.

Nachdem die Agentin Smoky Barrett in „Die Blutlinie“ bereits gegen einen blutrünstigen Killer zu tun hatte, bekommt sie es in „Der Todeskünstler“ mit einer vollkommen neuen Herausforderung zu tun.
In einem Haus in einer ruhig gelegenen Wohngegend finden sich nicht nur drei Leichen – davon zwei ausgeweidet – sondern auch die Sechzehnjährige Sarah, die mit einer Pistole an ihrem Kopf gehalten nach Smoky verlangt. Sie berichtet ihr von einem „Künstler“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat ihr Leben zur Hölle zu machen, um ein zerstörtes Leben zu schaffen.

Smoky und ihr Team machen es sich zur Aufgabe den sogenannten „Künstler“, der es auf Sarah abgesehen hat und nicht nur ihre leiblichen Eltern sondern auch viele wichtige Personen in ihrem Leben ermordet hat, zu finden. Besonderer Schlüssel ist hier Sarahs „Tagebuch“, in dem sie Smoky von der Tragik ihres Lebens berichtet. Die Geschichte selbst lässt das Motiv des Künstlers als das der Rache erscheinen, nun gilt nur herauszufinden wer er ist und wieso er sich ausgerechnet Sarah als Opfer ausgesucht hat.

Das Buch ist der zweite Teil einer vierbändigen Reihe, die stets Smoky als Protagonistin haben. Ihre Vorgeschichte, den Morden an ihrem Mann und ihrer Tochter sowie ihre Entstellung und Vergewaltigung, wurde bereits im ersten Teil beleuchtet, und so dreht sich die Geschichte in „Der Todeskünstler“ deutlich mehr um den eigentlichen Fall.
Cody McFadyen gelingt es den Leser nach einer kurzen Aufwärmphase direkt wieder ins Geschehen zu katapultieren, die Rückblenden auf Sarahs Leben verdeutlichen ihr Leid und das, was ihr angetan wurde.
Dem Autor gelingt es hier bestens zwischen seinem eigenen Schreibstil und dem seiner fiktionalen Figur zu wechseln.

Zwar hätte man den Stoff und somit das „Tagebuch“ um einiges kürzen können, da auch hier nach einiger Zeit die Spannung einfach raus ist, dennoch wirkt die Erzählung lebendig und vor allem authentisch, da die Erzählende Sarah ihre Berichterstattung als eigene kleine Geschichte aufgebaut hat.
Dem Buch fehlt es jedoch an eigenständiger und vor allem aktiver Handlung, leider, sodass „Die Blutlinie“ mehr begeistern kann als sein Nachfolger.

Bibliographie
Titel: Der Todeskünstler
Autor: Cody McFadyen
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99€
ISBN: 3404162730
Amazon:Der Todeskünstler: Thriller

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