Sex, Crime und Teddy(bär)

Sneakreview zum Film „ted“.
Kinostart: 02.08.2012

Der größte Wunsch des kleinen Jungen John war ein wahrer Freund, mit dem er das Leben bestreiten kann und nie mehr alleine sein muss.Als er einen Teddybären zu Weihnachten bekommt und sich sehnlichst wünscht, dass dieser zu Leben erwacht, kann er es fast nicht glauben, dass am nächsten Morgen ein sprechender Teddybär vor ihm sitzt.

Die beiden gehen durch dick und dünn, 27 Jahre lang, und auch John’s Freundin Lori scheint den ungewöhnlichen besten Freund vorerst zu akzeptieren – verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Ted kein lieber kleiner Teddybär mehr ist, sondern ein trinkender und kiffender Frauenheld, der den Spaß im Leben sucht. Nach großem Ärger fordert Lori jedoch eine Entscheidung: Sie oder der Teddybär.

Nach all den Jahren entscheidet sich John (Mark Wahlberg) natürlich dafür, seinen liebgewonnenen Teddybären „loszulassen“, indem er ihm eine eigene Wohnung anmietet und dafür sorgt, dass Ted einen Job in einem Supermarkt bekommt. Hier macht Ted sich natürlich auch glatt daran eine der Kassiererinnen zu verführen.

John kann es jedoch nach einiger Zeit nicht lassen und trifft sich heimlich während seiner Arbeitszeiten mit Ted und schwelgt mit ihm in Erinnerungen beim gemeinsamen Flash Gordon schauen.Auf einer Party von Loris Arbeitgeber eskaliert die Situation, als John sich aus dem Staub macht und auf einer Party von Ted die Gelegenheit nutzt sein Idol Sam Jones zu treffen.
Lori trennt sich von John und John bricht aus Wut den Kontakt zu Ted ab.

Neben der sehr vorhersehbaren Rahmenhandlung, erwarten den Kinobesucher natürlich noch einige witzige und vor allem dramatische Momente, die den Film immerhin noch einigermaßen sehenswert machen. So trifft man hier nicht nur auf einige Flash Gordon Anspielungen sowie den Schauspieler Sam Jones, die Sängerin Norah Jones und auf Loris Chef, der vollkommen davon überzeugt ist, dass die beiden ein hübsches Paar abgeben würden, sondern auch noch auf einen fanatischen Verehrer Ted’s, der es sich zum Ziel gesetzt hat den Teddybären zu ergattern und ihn seinem Sohn zum Spielen zu bringen.

Ohne die zu letzt genannte Rahmenhandlung wäre der personifizierte Teddybär vollkommen unnötig, da dieser, nach einem kurzen Medienhype in John’s Jugend, genauso gut ein echter Mensch hätte sein können – seine Existenz wird als Selbstverständlich anerkannt. Zwar gibt es ein paar nette Witze und komische Situationen, dennoch wirkt die Handlung leider viel zu platt und kann nicht gänzlich überzeugen. Auch der Tod des Teddybären, der Lori und John wieder zusammenbringt, sorgt nicht dafür, dass John das Kind in sich loslässt und endlich erwachsen wird (was in diesem Fall wohl ein gelungenes Ende gewesen wäre), denn nach einer Verfolgungsjagd mit dem Fanatiker findet Ted nicht den Tod sondern wacht am nächsten Morgen einfach wieder auf als wäre nie etwas gewesen.

Der Film ist ganz nett und glänzt mit einigen humorvollen Szenen wie bspw. einer Schlägerei zwischen Ted und John, dennoch ist der Film an und für sich eher einfältig.
Trotz der niedlichen Teddybäranimation, dessen Stimme und Gestikulation übrigens vom Regisseur und „Family Guy“ Produzenten Seth MacFarlane stammt, ist „Ted“ keinesfalls ein Film für Kinder, denn vor Kraftausdrücken und sexuellen Anspielungen wird man nicht verschont. Der Trailer lässt eher vermuten, dass das Kennenlernen von Lori und John im Vordergrund steht, und dass die beiden erst noch zusammenkommen, die beiden sind zu Beginn jedoch bereits vier Jahre zusammen. Hier hätte der Regisseur vielleicht eher seine Geschichte ansetzen sollen.
Der Film bietet sich trotz einigen Schwachpunkten jedoch bestens für einen amüsanten Kinoabend an.

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